Wheel of Consent®
When you reclaim what's yours and allow others to hold what's theirs, it creates freedom. It enables us to be truly generous and kind to each other.
Sensing, communicating and holding Boundaries
Die meisten von uns haben im Laufe unseres Lebens die Botschaft bekommen, dass unser Zorn, unsere Traurigkeit, unsere Angst oder Ausdruck von Freude, Lust und Glück unerwünscht sind.
Entsprechend haben wir gelernt, uns zu verschließen, unsere Empfindungen zu verbergen oder gar nicht erst zuzulassen. Wir haben gelernt, unsere Bedürfnisse und Wünsche zu ignorieren. Und wir haben gelernt, die Anliegen anderer als höher einzustufen als unsere eigenen.
Was in jungen Jahren eine sinnvolle Strategie war, um mit Eltern und anderen Erwachsenen gut zurecht zu kommen, kann im Erwachsenenalter Probleme verursachen: In der Beziehung zu anderen Menschen wollen wir uns ausdrücken, gesehen und verstanden werden und so angenommen werden, wie wir tatsächlich sind… doch wir haben verlernt, uns wirklich authentisch zu zeigen.
Sein dürfen, wer man ist
Theoretisch wissen wir, dass wir unsere Bedürnisse äußern müssen, damit sie erfüllt werden können. Doch das ist oft leichter gesagt als getan. Vielfach sind damit Ängste und Unsicherheiten verbunden.
Manchmal wissen wir überhaupt nicht, wo unsere Grenzen überhaupt verlaufen – geschweige denn, wie wir sie klar, eindeutig und zugleich respektvoll zum Ausdruck bringen können. Möglicherweise erlauben wir uns überhaupt nicht, für uns selbst einzustehen, etwas zu erbitten oder schlicht „Nein.“ zu sagen.
In der Folge bleibt unser Bedürfnis nach Verbundenheit unerfüllt und wir erleben Einsamkeit, Enttäuschung, Frustration oder werden hart gegen andere und gegen uns selbst.
Spielerisch verbunden
Glücklicherweise muss es so nicht bleiben. Das Wheel of Consent® eröffnet einen Übungsraum für das Erleben und Kommunizieren von Wünschen, Bedürnissen und Grenzen. Spielerisch und zugleich voller Tiefe entstehen so Klarheit, Souveränität Großzügigkeit, die den Weg zu liebevoller Verbindung, Freude, Genuss und authentischer Selbsterfahrung ebnen.
Einzel- und (Paar-)Beziehungsgespräche
In meiner Praxis greife ich auf das Wheel of Consent® zurück, um Klient:innen den Zugang zu ihrer inneren Wahrnehmung zu eröffnen oder zu erleichtern. In Verbindung mit IFS eröffnen sich außerdem viele Möglichkeiten, Ihr „Ja“, Ihr „Nein“ und auch Ihr „Vielleicht“ besser kennen zu lernen: Welcher Teil von Ihnen möchte Ihnen etwas mitteilen? Gibt es vielleicht eine Geschichte hinter Antworten, die sich automatisch anfühlen? Und welche Gründe machen es Ihnen unter Umständen unmöglich, sich abzugrenzen oder andere näher an sich heran zu lassen?
Auch für Paare bietet das Wheel of Consent® oft eine aufschlussreiche, erleichternde Perspektive. Durch die Übungen und Techniken entstehen Nähe, Verbundenheit, Intimität, gegenseitiger Respekt und häufig ein neuer Blick auf festgefahrene Muster und Konflikte.
Workshops
In meinen Gruppenveranstaltungen bekommen Sie die Chance, Ihre eigenen Grenzen mit anderen Menschen zu erfahren, auf Ihr Körpergefühl zu vertrauen und entsprechend zu kommunizieren und – ganz wichtig – in Spielen und Übungen jede Menge Spaß und Verbindung zu erleben.
Lernen und erfahren
Dr. Betty Martin, die Erfinderin des Wheel of Consent, stellt auf ihrer Homepage viele wertvolle, spannende und lehrreiche Ressourcen gratis zur Verfügung. Die Videos sind in Englischer Sprache, doch viele der Texte und Downloads sind auch auf Deutsch verfügbar.
Mehr über das Wheel of Consent® erfahren
Entwickelt wurde das Wheel of Consent von Dr. Betty Martin. Bei einem Workshop kam sie mit dem so genannten „3-Minuten-Spiel“ in Berührung, bei dem die beiden Fragen „Was möchtest du 3 Minuten lang mit mir machen?“ und „Was soll ich in den nächsten 3 Minuten mit dir machen?“ gestellt wurden. Sie erkannte, dass sich in diesen einfachen Fragen ganz unterschiedliche Dimensionen zwischenmenschlicher Interaktion verbergen: Wer ist aktiv und zu wessen Vorteil bzw. Genuss wird die jeweilige Handlung durchgeführt? Dr. Martin stelle die Aspekte „Wer tut etwas?“ Und „Für wen wird etwas getan“ auf zwei Achsen dar. Ergänzt um zwei Pfeile und einen Kreis – erstere symbolisieren die Richtung der Zuwendung, letzterer die Grenzen der Vereinbarung zwischen den Beteiligten – entstand daraus das Wheel of Consent.
Übungen auf Basis des Wheel of Consent können Einblick in die eigenen Muster gewähren. Sie bieten die Möglichkeit, zutiefst wohltuende, lehrreiche Erfahrungen nicht nur zu verstehen, sondern auf körperlicher Ebene zu erleben und so tief zu verinnerlichen. Das stärkt das Selbstbewusstsein, ebnet den Weg zu Selbsterkenntnis und damit Selbstverständnis, stärkt Beziehungen und hilft dabei, sich abzugrenzen. Schmerzhafte Erfahrungen können neu eingeordnet und durch stärkende Interaktionen neu konzeptualisiert werden.
Das macht das Wheel of Consent hilfreich für alle, die sich selbst besser kennen lernen, Beziehungsmuster verstehen, Zugang zu Wohlgefühl oder zur eigenen Körperwahrnehmung (zurück-)gewinnen wollen oder lernen wollen, mit Nachdruck und vielleicht sogar mit Freude „nein“ zu sagen.
Darüber hinaus machen die Spiele und Übungen aber auch einfach Spaß!
Die konkrete Arbeit mit dem Wheel kann ganz unterschiedlich aussehen. In 1:1-Settings agiere ich als Übungspartnerin – allerdings nur auf Ihren expliziten Wunsch hin. In Beziehungskonstellationen leite ich die beteiligten in den Praktiken an und ermögliche so neue Erfahrungsräume in bestehenden Dynamiken.
Im Workshop „Grenzen spüren, setzen und halten“ bekommen Teilnehmende die Möglichkeit, sich im Kontakt mit anderen, teilweise unbekannten Menschen wahrzunehmen, dem eigenen Empfinden zu vertrauen und es zu schätzen.
Egal, in welchem Setting das Wheel zum Einsatz kommt, ist mir ein Grundsatz ganz wichtig: Es geht nicht darum, Grenzübertretungen zu „üben“ oder zu reproduzieren. Meiner Ansicht nach erleben wir alle schon zu viele Momente, in denen unsere Wünsche nicht im ausreichenden Maß geachtet werden. Ziel ist es stattdessen, Erfahrungsräume zu schaffen, in denen Sie erleben wie es sich anfühlt, wenn Ihr „Nein“ nicht nur respektiert, sondern gefeiert wird. In denen Sie erleben, wie sich Sicherheit in Ihrem Körper anfühlen kann. Und in dem Sie die Erfahrung machen, dass Ihre Bedürfnisse von Bedeutung sind.
Und: Ich könnte extrem viel über das Wheel erzählen theoretisch ausführen. Um sich eine konkrete Vorstellung zu machen ist vielleicht hilfreich(er), einfach einmal eine kleine Übung auszuprobieren. Hier gibt es eine kostenlose Anleitung zum Ausdrucken und Falten.
Mehr Infos zum Wheel of Consent
Free initial consultation
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